Musikpädagogikmusikpädagogik elefant

Singen und Tanzen haben bei uns mehrere Funktionen: Zum einen sollen die Kinder ein Gefühl für eine Sprachmelodie bekommen. Texte reimen sich, und so lernen die Kinder die unterschiedliche Bedeutung von ähnlich klingenden Wörtern.Dazu möchte ich Ihnen eine kurze Geschichte erzählen, die im Februar 2016 so passierte: Wenn wir uns mittags hinlegen singe ich immer ein Schlaflied. Heute kam es anders. Ein Kind sang auf einmal “Schneeflöckchen Weißröckchen”. Als ich es fragte, ob wir heute dieses Lied singen sollen, sagte das Kind “ja!”. Und dann sangen alle Kinder, die schon sprechen konnten, das Lied gemeinsam. Das war so eine schöne Stimmung.

Aber auch das Tanzen spielt eine wichtige Rolle in der Sprachentwicklung. Sprachentwicklung und Bewegung hängen eng zusammen. In unserem Gehirn liegt die Sprachsteuerung genau neben der Bewegungszentrale (sehr einfach ausgedrückt). Je besser ich meine Glieder kontrollieren kann, um so besser kann ich auch sprechen. Und Lieder wie „Der Hampelmann“ schulen die Hand-Fuß-Koordination genauso wie den Gleichgewichtssinn.

Die Zeit mit unserer Musikpädagogin Lena geniesen wir alle gemeinsam. Es fördert das Gemeinschaftsgefühl. Die neu erlernten Lieder und Singspiele singen wir gemeinsam im Alltag, und daraus entwickeln sich neue Rituale. Durch dieses Gruppengefühl haben die Kinder keine Scheu zu sprechen. Unsere Eltern sind häufig beeindruckt zu beobachten, wie deutlich ihre Kinder Sätze sprechen und wie schnell sie lernen ganze Geschichten zu erzählen. Diese Medallie hat allerdings zwei Seiten, denn jetzt erzählen sie zu Hause, was sie bei Bim Bam Boo alles erlebt haben. Wenn mir dann mal “schlechte” Wörter raus rutschen, erfahren das die Eltern aus erster Hand ;-)