Eingewöhnung von kleinen Kindern in die Tagespflege

15 Sep 2014
eingewoehnung

Für die Eltern, die ihr Kind in einer Tagespflege angemeldet haben, stellt sich vor allem eine Frage: Wie soll sich mein Kind an die neue Umgebung und an die Tagesmutter gewöhnen? Die Frage ist berechtigt. Schließlich ist ein Kind mit 12 Monaten (oder älter) nicht empfänglich für logische Argumente.

Die Antwort ist einfach und dennoch herausfordernd: Mit Geduld und Liebe.

Zunächst muss sich das Kind an die neue Umgebung gewöhnen. Das bedeutet für die Mutter / den Vater, sich passiv zu verhalten. Wir bitten die Eltern immer sich einen gemütlichen Platz zu suchen und nicht in das Spiel einzugreifen. Das Kind soll sich selbständig von seiner Bezugsperson lösen, weil es Lust hat mit den Spielsachen zu spielen. Die Tagesmutter / der Tagesvater spielt mit dem Kind, Mutter oder Vater bleiben im Hintergrund. Wenn das Kind Geborgenheit braucht, weiß es wo Mama oder Papa ist. Darum ist es wichtig, dass sich die Bezugsperson nicht vom Platz bewegt. Auf diese Weise kann sich das Kind auf uns und Bim Bam Boo konzentrieren und muss nicht nach Mama oder Papa suchen. Nach und nach entspannt es sich und verliert das fremde Gefühl. Das ist die Zeit für Phase 2:

Jetzt beginnen wir damit, dass sich Mama oder Papa schrittweise entfernt. Am Anfang darf sie sich in der Küche aufhalten und mit Andreas z.B. über Ernährung fachsimpeln. Sucht das Kind dann nach seiner Mutter / seinem Vater, hat es ein beruhigendes Erfolgserlebnis wenn es sie / ihn gefunden hat. Nun verlässt das Elternteil die Einrichtung. Zuerst nur für 30 Minuten, dann immer länger. Das Kind lernt so, dass Mama oder Papa immer wieder kommen und dass es bei Andreas und Sabine gut aufgehoben ist. Eltern und Tageseltern sind Freunde. Das ist die wichtigste Erfahrung um Vertrauen aufbauen zu können. Sobald das Kind mit uns gemeinsam am Tisch zu Mittag ist, gilt es bei uns ein eingewöhnt.

Wie lange diese einzelnen Phasen dauern ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche Kinder fremdeln am Anfang sehr und möchten sich nicht vom elterlichen Schoß entfernen. Dann müssen wir uns etwas einfallen lassen um die Aufmerksamkeit des Kindes zu gewinnen. Andere Kinder verbinden mit dem gewohnten Essen ein starkes Gefühl von Geborgenheit. Dann finden wir heraus, was das Kind am liebsten mag. Wiederum andere Kinder sind „Heimschläfer“ und schlafen am liebsten im eigenen Bett. Auch dafür gibt es Tricks, wie sich das Kind in unserem Bett wohl fühlt und träumen kann.

Wie dem auch sei, Grundlage für eine gute Eingewöhnung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Tageseltern. Wenn sich die Bezugspersonen bei uns wohlfühlen, fühlt sich auch ihr Kind bei uns wohl. In unserem Gästebuch haben einige Eltern bereits geschrieben, welche Erfahrungen ihr Kind bei uns gemacht hat.

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